Potenzierung - Homöopathie - Praxis für klassische Homöopathie

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Potenzierung

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POTENZIERUNG ODER DYNAMISIERUNG

Streng geschichtlich betrachtet kann man Hahnemann vielnicht als den Entdecker des Ähnlichkeitsgesetzes bezeichSchon Hippocrates und Paracelsus kannten dieses NaturDoch vor Hahnemann gelang es niemandem, dieses Gesetz umfassend zur Heilung der Kranken einzusetzen, da nur Rohsubstanzen gebraucht wurden.
In den ersten Jahren der Entdeckung und Entwicklung seineuen Wissenschaft wählte und verschrieb Hahnemann die Mittel homöopathisch, für gewöhnlich aber in ihrem Rohzuund unter Wiederholung der Dosierung. Bei seinen aufBeobachtungen bemerkte er starke Wirkungen. Manchmal resultierten diese Auswirkungen auf einer zu großen Menge, und manchmal waren sie wahrscheinlich auf unnötige Wiederholungen der Mittel zurückzuführen.
1798 verabreichte er zum ersten Mal verdünnte Mittel. Jahr um Jahr verdünnte er mehr. Seine tiefe Einsicht ließ ihn den Versuch unternehmen, die Mittel immer weiter zu verdünnen, um die starken Wirkungen und die Nebenwirkungen zu verBis 1813 existierte kein von Hahnemann verfaßtes Schriftstück über Potenzierung. Er bezeichnete seine Mittel als «Verdünnungen».
1813 erwähnte er in einer Schrift, dass je mehr die Stoffdes Mittels durch Schütteln (Schütteln einer flüssigen Lösung eines homöopathischen Mittels) oder Trituration (lanMahlen einer mit Milchzucker gemischten Substanz mit einem Stößel in einem Mörser) reduziert wird, um so höher sei die freigesetzte pharmazeutische Qualität, die in dein Mittel zu schlummern scheint.
So lautet die Definition von Potenzierung hauptsächlich. Es ist nicht nur der Vorgang der Verdünnung, sondern die Kraft des Schüttelns oder die Reibung bei der Trituration, welche die Heiläfte einer Substanz freisetzt. Das Mittel wird dynamisch, strukturell verändert.
Nehmen wir zum Beispiel Natrium muriaticum (gewöhnKochsalz): Wäre es nicht potenziert worden, wüßte man bis heute sehr wenig über sein Heilvermögen. Seine Anwendungsöglichkeiten sind in der Homöopathie weit gestreut, und wir verabreichen es Patienten, die unter mentalen Störungen leiden, unter Krebs, Neurodermatitis, Alopezie, MenstruationsstörunSchlaflosigkeit, Migräne, Anämie, Diabetes usw., wenn die Symptodes Patienten mit den von Natrium muriaticum in den Arzneimittelprüfungen produzierten Symptomen übereinstimmen.
Durch den Prozeß der Dynamisierung werden die latent in dem Salzkristall liegenden Kräfte freigesetzt. Die medizinischen Substanzen sind keine tote Masse, sonihr essentielles Wesen ist dynamisch. Dieses kann durch TriVerdünnung und Schütteln in seiner Kraft ins schier Unendliche gesteigert werden.


Es gibt verschiedene Potenzierungsarten:

D-Potenzen (decem = 10) sind pro Potenzierungsschritt 10 mal verdünnt, d.h. 1 Teil Urtinktur wird mit 9 Teilen Alkohol gemischt und 100 mal kräftig geschüttelt. Dies entspricht der PoDl, 1 Teil von D1 wird mit 9 Teilen Alkohol weiter verünnt und geschüttelt, und es entsteht D2. So fährt man fort bis D1000.

C-Potenzen (centum = 100) werden nach dein gleichen Prinzip hergestellt wie D-Potenzen, aber pro Potenzierungswird 100 mal verdünnt. Man unterscheidet noch die CH-Potenzen oder sog. Mehrglasmethode (centesimal Hahnemanni, abgekürzt 9(CH, 30CH usw.) und die Korsakoff-Potenzen oder Einglasmethode (abgekürzt 30K, 200K usw.). Bei der Mehrglasmethode wird bei jedem Potenzierungsschritt ein neues Glas verwendet. Bei der Einglasmethode wird immer rnit dem gleiGlas geschüttelt, das Glas wird zwischen jedem Potenentleert. Da die Korsakoff-Methode einfacher und kostensparender ist, wird sie meist zur Herstellung von Hochpotenzen gebraucht. Oft werden dann diese Potenzen nur mit römischen Zahlen bezeichnet: M = 1000K, XM = 10000K, UM = 50000K, CM = 100000K.

LM- (oder Q) Potenzen: Diese Potenzierungsmethode wurde von Hahnemann erst gegen Ende seines Lebens entund ist immer noch weniger verbreitet als die D- oder C-Potenzen. Das Prozedere ist komplizierter; vereinfacht kann
man sagen, dass der Verdünnungsgrad von einer Potenz zur nächst höheren 1:50000 beträgt. Die LM-Potenzen werden meistens als Tropfen verabreicht und häufig wiederholt.


 
 
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