Selbstgefuehle - Homöopathie - Praxis für klassische Homöopathie

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Selbstgefuehle

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Die Logik der Regulations-Psychologie verlangt, dass es vier physiologische und psychische Grundstrukturen gibt. Ihnen können vier normale Selbstgefühle und ebenso die vier Grundfarben nach Professor Lüscher zugeordnet werden (s. Max Lüscher: „Das Harmoniegesetz in uns“, Berlin 2004, Ullstein TB 36656). Die vier normalen Selbst-Gefühle sind für das eigene Wohlbefinden und für das ethische Verhalten maßgebend. Lebt man in den normalen Selbst-Gefühlen und stimmt man mit sich überein, dann ist man „echt“ und „authentisch“. Dann besteht ein gutes Gewissen. Weil das gute Gewissen keine Probleme oder Schwierigkeiten schafft, wird es auch nicht kritisch wahrgenommen und fällt nicht auf. Die Kunst, unter normalen Bedingungen glücklich und gesund zu sein, hängt davon ab, wie gut man diese vier Selbstgefühle entwickelt hat. Die eigene Kultivierung, die pädagogische Erziehung und die Psychotherapie haben das Ziel, diese vier normalen Selbstgefühle zu entwickeln und zu pflegen.  Wer diese Kunst übt und beherrscht, hat die Möglichkeit, ein harmonisches Gleichgewicht in sich herzustellen. Diese innere Harmonie ist die beste Voraussetzung für harmonische Beziehungen zu anderen und eine psychosomatische Gesundheit.

Die vier Selbstgefühle und ihre Grundfarben
Lüscher-Farbe-----physiologisch--------------Psychisch----------normales Selbstgefühl
Dunkelblau---------Sedation Ruhe---------------Einordnung----------innere Zufriedenheit
Orangerot----------Stimulation Aktivität-------Stärke-----------------Selbst-Vertrauen
Blaugrün------------Kontraktion Spannung----Festigkeit-------------Selbst-Achtung
Hellgelb-------------Dilatation Lösung-----------Veränderung--------innere Freiheit


Worin bestehen die vier normalen Selbstgefühle?

Eigene „innere“ Zufriedenheit besteht, wenn man mit dem zufrieden ist, was genügend ist und mit dem, was eine unabänderliche Realität ist – und nicht erst, wenn alles so ist, wie ich es will.

Selbst-Vertrauen besteht, wenn man den Mut hat, das zu tun, was erforderlich ist – und nicht immer faule Ausreden hat (siehe „
Schwups“)

Selbst-Achtung besteht, wenn man nach der ehrlichen, aus Selbst-Beurteilung gewonnenen Überzeugung handelt.

Eigene „innere“ Freiheit besteht, wenn man fähig ist, angemessene Ansprüche zu stellen und, wenn nötig, auch bereit ist, auf sie zu verzichten.


Wann bestehen falsche und schädigende Selbstgefühle?

Bei jedem Ärger, bei jeder Enttäuschung, bei jeder Unzufriedenheit und immer, wenn man sich beleidigt fühlt, muss man sich darüber Klarheit verschaffen, bei welchem der vier normalen Selbstgefühle man versagt hat. Wenn man vom normalen Selbstgefühl abweicht, dann gerät man in falsche und schädigende Selbstgefühle. Darum sollte man die folgenden falschen Selbstgefühle kennen, um sie zu vermeiden.

Die Selbst-Beleidigung
Ich beleidige meine Selbst-Achtung, wenn ich von mir weiß, dass ich das weiterhin tue, was ich nicht tun sollte, zum Beispiel weiterhin nicht ehrlich bin, weiterhin egoistisch und rücksichtslos bin oder weiterhin zu viel rauche, esse, oder zu viel Alkohol trinke. All diese Selbst-Beleidigungen sind auch dann eine emotionale Belastung, wenn man sie nicht beachtet. Die Selbst-Beleidigung ist damit nicht aus der Welt geschafft, wenn man sie ignoriert. Wenn es zur Gewohnheit und Selbstverständlichkeit wird, die Selbst-Achtung alltäglich zu beleidigen, dann besteht die Grundstimmung, sich beleidigt zu fühlen, Sachen persönliche zu nehmen. Diese Grundstimmung der chronischen Selbst-Beleidigung erklärt, warum viele sich so leicht und so rasch beleidigt fühlen, eingeschnappt sind. Sie fassen vieles als Beleidigung auf, was niemals so gemeint war. Es ist bekannt, dass man dann die falschen Selbstgefühle und die eigenen Fehler meist auf die anderen projiziert.

Die Enttäuschung
Wer enttäuscht ist, weiß, dass er illusionäre, falsche Erwartungen hatte und sich getäuscht hat. Dies ist ein Problem der mangelnden inneren Freiheit. Nun muss der Enttäuschte sich entscheiden, ob er lieber seiner Illusion weiterhin nachhängt – und mit dem Kopf durch die Wand gehen will - oder lieber die Wahrheit sieht und in der Wirklichkeit leben will. Wer sich für die wahre Wirklichkeit entscheidet, muss froh sein, dass er seine illusionäre Täuschung erkannt hat. Er muss froh sein, dass er seine Täuschung losgeworden ist und jetzt, dank dessen, enttäuscht ist, denn nun weiß er, woran er ist und wie es wirklich ist.

Der Ärger
„Ich ärgere mich!“ bedeutet immer, dass ich mich selbst über etwas Geschehenes oder über jemanden ärgere. Genau genommen ärgere ich mich selbst entweder über eine Situation, die von mir unabhängig ist – zum Beispiel darüber, dass es regnet – und deshalb ohne Ärger sachlich beurteilt werden muss, oder ich ärgere mich selbst auf dem Umweg über den anderen, dem ich meine Schuld zuschiebe. Denn es ist immer mein eigener Fehler, wenn ich etwas nicht so gesagt oder getan habe, wie ich es hätte tun sollen, damit es für mich richtig ist. Der Ärger entspringt letztlich immer dem in dieser Situation geschwächten Selbstvertrauen und ist immer selbst gemacht!

Die Unzufriedenheit
Wenn ich mit etwas nicht zufrieden bin, dann ist es meine Aufgabe, es zu ändern. Wenn es wirklich nicht geändert werden kann, oder wenn sich der Aufwand nicht lohnt, dann muss ich mit der Situation zufrieden sein. Anderenfalls würde ich mich darüber ärgern oder enttäuscht oder beleidigt sein. Dies ist ja dann der Fall, wenn ich die versuche, die Realität in meinen Vorstellungen zu zwingen.


Die pathologischen Selbstgefühle im Lüscher-Farb-Test

Pathologische Bevorzugung von entspricht
Dunkelblau
Selbstverwöhnung (sich nachgeben: Essen, Drogen, Sucht, Konsum)
Orangerot

Selbstbewunderung (Imponieren, Angeber)
Mittelblaugrün

Selbstzwang (Selbstüberschätzung, Arroganz, Wichtigtuer)
Hellgelb

Selbstflucht (Illusionist, Phantast)

Pathologische Ablehnung von entspricht
Dunkelblau

Selbstunzufriedenheit, Angst vor Leere (fühlt sich vernachlässigt, will es anders haben)
Orangerot

Selbstbedauern (Ich bin hilflos und traurig, ich leide, also hilf mir.)
Mittelblaugrün

Selbstbefreiung, Angst vor Enge (fühlt sich verhindert, will sich befreien u. will bestätigt werden)
Hellgelb

Selbstunsicherheit (Angst vor Weite, vor Verlust von Beziehung, Gesundheit, Besitz, Ansehen)



Hilfe zur Selbstregulation

Professor Lüscher geht es nicht nur um die klare Diagnose, sondern besonders auch um die notwendige, aus der Farbwahl im Lüscher-Farb-Test ablesbare Therapie-Strategie und Selbstregulation. Dabei sollen die psychischen Dysbalancen, die an der Farbwahl abzulesen sind, abgebaut werden. Die normalen Selbstgefühle können dann in einen Ausgleich kommen.

Wenn ein Mensch einen emotionalen Pol unterdrückt, weil er ihn als frustrierend empfindet, dann kompensiert er den Gegenpol und übertreibt ihn. Um die jeweilige Charakteristik leicht begreiflich zu machen, hat Professor Lüscher sie mit Stichworten benannt, wie zum Beispiel „der wichtigtuerische Angeber“ oder „der gutmütige Engel“. Ein übertrieben „gutmütiger Engel“ opfert sich für seine Mitmenschen auf, weil er sich nicht genug geliebt fühlt und deswegen unzufrieden ist. Oder ein „erwartungsvoller Phantast“, der mit seinem illusionären Idealismus völlig realitätsfern ist, wie Don Quichote, kompensiert seine Frustrationen mit eisernem Widerwillen und wird, wie zum Beispiel die Selbstmord- Attentäter zum „gewappneten Ritter“. Diese Sichtweise macht die hintergründigen Motivationen bewußt und logisch verständlich.




 
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